Nach monatelanger intensiver Vorbereitung, viel Theorie und noch mehr praktischem Training haben wir es schwarz auf weiß: Monti und ich haben die Ausbildung zum Therapiehundeteam (TGA) erfolgreich absolviert.

Was das genau bedeutet, warum ein Jagdhund zum Seelentröster wird und was wir in Zukunft vorhaben, erfahrt ihr hier:

Wer ist eigentlich Monti?

Für alle, die ihn noch nicht kennen: Monti ist ein reinrassiger Magyar Vizsla, geboren im September 2019 in Ungarn. Er ist mein treuer Begleiter und eine echte Persönlichkeit. Er vereint eigentlich alles, was man sich von einem Partner auf vier Pfoten wünscht: er ist fröhlich,  manchmal ein verrückter Clown, verschmust, anhänglich, aktiv und sehr arbeitsfreudig. Und das Wichtigste: Er liebt Menschen über alles.

Genau diese Menschenliebe war der Grundstein für unsere Entscheidung, die Ausbildung zum Therapiehundeteam anzugehen.

Der Weg zum Zertifikat

Die Ausbildung beim Bundesverband Rettungshunde e.V. ist anspruchsvoll und deckt weit mehr ab, als man im ersten Moment vermutet. Über einen Zeitraum von 6 bis 8 Monaten haben wir uns durch Wochenenden voller Input gearbeitet.

Die Theorie:
  • Wirkungsforschung: Wie beeinflussen Tiere die menschliche Psyche?

  • Sicherheit & Recht: Hygiene, Zoonosen, Allergien und Haftungsfragen.

  • Hundesprache: Tiefgehende Lerntheorien und die Kommunikation des Hundes verstehen.

  • Zielgruppen: Spezielles Wissen über die Arbeit mit Senioren (insbesondere Menschen mit Demenz), Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Handicap.

Die Praxis:

In der Praxis wurde es ernst. Monti musste beweisen, dass er auch in stressigen Situationen ein Fels in der Brandung bleibt. Trainiert wurde unter anderem:

  • Der Umgang mit ungewöhnlichen Bewegungsmustern oder lauten Geräuschen.

  • Das bewusste Unterschreiten der Individualdistanz (wenn es mal eng wird).

  • Gehorsam unter starker Ablenkung.

  • Stressmanagement: Ich habe gelernt, Montis Signale noch feiner zu lesen, um ihn jederzeit schützen und situationsgerecht reagieren zu können.

Nach zahlreichen Hospitationseinsätzen und einer umfassenden praktischen Teamprüfung haben wir nun die offizielle Bestätigung unserer Einsatzfähigkeit in der Tasche.

Vom Rettungshund zum Seelentröster

Die Arbeit mit Hunden ist für mich nichts Neues. Seit Jahren bin ich mit Leidenschaft in der BRH-Rettungshundestaffel Südhessen aktiv, wo wir uns auf die Flächen- und Personensuche spezialisiert haben.

Während es in der Rettungshundearbeit oft um Schnelligkeit und Präzision in Notsituationen geht, steht bei der Therapiehundearbeit die zwischenmenschliche Begegnung im Fokus. In Zukunft möchte ich mit Monti im Auftrag der Staffel soziale Einrichtungen besuchen:

  • Seniorenheime: Um Erinnerungen zu wecken und Freude zu schenken.

  • Kitas & Schulen: Um Kindern den richtigen Umgang mit Hunden beizubringen.

  • Soziale Einrichtungen: Wo auch immer eine feuchte Nase und ein freundliches Wesen gebraucht werden.

Die Arbeit mit dem Hund verbindet für mich Teamgeist, Verantwortung und das Ziel, gemeinsam zu helfen. Ich bin unglaublich stolz auf Monti, der die Prüfungen mit seiner gewohnt charmanten Art gemeistert hat.

Wir freuen uns riesig auf alles, was kommt, und auf die vielen Menschen, denen wir in Zukunft ein Lächeln ins Gesicht zaubern dürfen.

Euer Therapiehundeteam Yvonne & Monti